Unter dem Schlagwort "Degrowth" bringen Autoren wie Tim Jackson oder Serge Latouche die wichtigsten Begriffe auf den Punkt, diskutieren über "Autonomie", "Commons " und "Peak Oil", entdecken alte Werte wie "Einfachheit" neu und plädieren für "Worksharing" oder "Jobgarantien".
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 18.07.2016
Felix Ekardt findet Anregung in dem von Giacomo D'Alisa, Federico Demaria und Giorgos Kallis herausgegebenen Degrowth-Handbuch. Auch wenn ihm die Autoren mit ihrer radikalen Idee einer Abschaffung individueller Autonomie zugunsten des Kollektivs und der Erfüllung von Grundbedürfnissen mitunter zu sehr in Richtung von Maos Kulturrevolution driften und das Kind mit dem Bade ausschütten, statt Autonomie gegen Überwachung und Fanatismus zu verteidigen. Deutlichere Abgrenzungen gegen den "Steinzeit-Kommunismus", aber auch gegen Ideen der US-amerikanischen Rechten und mehr Interesse für echte Probleme, wie etwa die Gestaltung der Übergangsphase nach dem Wachstum hätten dem Buch gutgetan, meint Ekardt.
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