Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 21.08.2000
Caroline Pross erläutert in ihrer Rezension zunächst, dass der Autor hier der Ästhetik des Authentischen, Natürlichen im 18. Jahrhundert auf der Spur ist und dazu einen Blick auf die verschiedenen Kunstgattungen der Zeit wirft. Dabei geht es dem Autor, so die Rezensentin, weniger darum, "das Natürliche einmal mehr als Fiktion zu enttarnen", sondern vielmehr die `inneren Widersprüche` herauszukristallisieren. So konnte, wie der Leser erfährt, das Natürliche mittels der Kunst letztlich nur durch "selbst auferlegte Disziplinierungsmaßnahmen" überzeugend dargestellt werden. An dem "bemerkenswert klar und gut geschriebenen Buch" lobt Pross vor allem, dass deutlich gezeigt werde, wie sehr die gesellschaftlichen Konflikte zwischen dem Ideal des Maßvollen, Edlen auf der einen, und der Leidenschaft und dem Unkontrollierten auf den anderen Seite in der Kunst (und besonders im Theater) gespiegelt und ausgetragen werden.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…