Unsere Demokratie wird angegriffen - von innen wie von außen. Wir erleben eine Enthemmung und Radikalisierung in unserer Gesellschaft, die wir für überwunden hielten. Wie konnte es dazu kommen? Die Politikwissenschaftler und Publizisten Hajo Funke und M. Walid Nakschbandi zeichnen in ihrem Buch "Deutschland - Die herausgeforderte Demokratie" diese Entwicklung nach: An prägnanten Punkten der Geschichte der Bundesrepublik machen sie deutlich, welche Wendungen entscheidend waren und wie sie auf die Vision der Gesellschaft gewirkt haben. Heute stehen wir vor der entscheidenden Frage: Wollen wir eine vielfältige Gesellschaft und eine demokratisch rechtsstaatliche Nation sein - oder sind wir auf dem Weg in einen ausgrenzenden autoritären Nationalismus? Eine Streitschrift zu einem der drängendsten Probleme unserer Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.10.2017
Gemach, ruft Rezensent Ulrich Lappenküper den Autoren Hajo Funke und Walid Nakschbandi zu. Deutschland ist schließlich noch längst kein nationalistischer Staat. Wenn es nach den Autoren geht, meint er, sind wir aber kurz davor. Die Gefährdung des Gemeinwesens durch ein erstarkendes nationales Selbstbewusstsein (unter anderem bei der Fußball-WM), die der Band feststellt und deren Ursachen, die Funke und Nakschbandi aufzählen (Historikerstreit, Mauerfall, Sarrazin), kann der Rezensent nicht erkennen. Ein offenes Auge für die Gefährdungen der Demokratie kann nicht schaden, findet er, schrille Kassandrarufe aber schon.
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