Sind die Tage der klein- und kleinstbäuerlichen Produzenten in den Regionen des Südens gezählt? Gibt es andere Auswege aus der Schuldenfalle als Aufgabe oder Selbstmord? Bleibt den Produzenten am "unteren Ende" der globalisierten Nahrungsketten genug, um sich und ihre Familien ernähren zu können? Gestützt auf langjährige Feldforschungen in Indien und Brasilien untersucht der Autor das Überleben kleinbäuerlicher Haushalte auf dem Lande unter den heute von transnationaler Agroindustrie und Agrobusiness gesetzten Bedingungen.
Halbwegs zufrieden scheint Rezensent Stephan Loichinger mit Hanns Wienolds Untersuchung über die Auswirkungen der Globalisierung auf die Landwirtschaften Indiens und Brasiliens. Der Soziologe zeige auf, wie die Globalisierung viele Kleinbauern und Landarbeiter in eine ausweglose Lage gebracht hat. Allerdings ist die Darstellung zu Loichingers Bedauern wenig anschaulich. So hätte er sich neben den "trockenen" Analysen und Zahlen auch Fallbeispiele gewünscht, die dem Leser das Elend der Bauern wirklich nahe bringen. Stattdessen bleibt die Lektüre für ihn weitgehend "unsinnlich", auch weil sich der Autor lange damit aufhält, abstrakte Begriffe zu definieren. Zudem kritisiert er, dass viele der Zahlen, auf die sich Wienold beruft, inzwischen veraltet sind.
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