Herausgegeben von Oliver Müller, Jens Clausen und Giovanni Maio. Die modernen Neurotechnologien sind eine Herausforderung für unsere ethische Reflexion. Als homo faber formte und formt der Mensch die Welt zwar schon immer nach seinen Vorstellungen. Mit den modernen Neurotechnologien wird der Mensch aber in besonderer Weise selbst das Objekt seines Technisierungs- und Gestaltungswillens. Die Technik kann immer tiefer in das Gehirn eindringen. Gleichzeitig werden durch immer genauere Kenntnisse neurophysiologischer Prozesse und Zusammenhänge zunehmend technische "Ersetzungen" von Gehirnleistungen möglich.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.04.2010
Die hier rezensierende Philosophieprofessorin Petra Gehring hat sich interessiert, aber nicht immer zufrieden mit dem umfangreichen Band über technische Hirnmanipulationen und deren Folgen auseinandersetzt, dessen Beiträgen sie schwankende Qualität attestiert. Unter medizinethischen, rechtlichen, technischen und ökonomischen Gesichtspunkten werden Möglichkeiten und Konsequenzen von Eingriffen in das menschliche Gehirn vorgetragen, die die Rezensentin durchaus erhellend fand. Daneben aber beklagt sie Wiederholungen, insbesondere technischer Sachverhalte, selbstreferenzielle Auseinandersetzungen über Abgrenzungsprobleme der Neuroethik innerhalb der Ethik und das Fehlen soziologischer Betrachtungsstandpunkte. Vor allem hätte sie sich mehr Reflexionen in die Richtung gewünscht, inwieweit das "Neuroenhancement", also die medikamentöse oder operativ herbeigeführte Leistungssteigerung des Gehirns, tatsächlich die individuelle oder "gemeinschaftliche Freiheit" erweitert, wie es zumindest der Medizinhistoriker Roland Kipke in seinem Beitrag kritisch hinterfragt.
Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In…