Kann die Hirnforschung Religion erklären? Was ist von Nahtoderfahrungen zu halten? Die Experimente der Hirnforscher kritisch beleuchtet.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2015
Den Wohnort Gottes festzustellen, ist eine heikle Sache, merkt Rezensent Michael Madeja an Hans Gollers Versuch, neurotheologische Positionen darzustellen und zu diskutieren. Verdienstvoll findet der Rezensent zunächst, wenn der christliche Philosoph Goller in gut verständlicher, sachlicher Weise die eher mageren Ergebnisse der Neurowissenschaft bei der Arbeit am Gottesbeweis und am religiösen Empfinden präsentiert. Doch dann kommt der Autor auf Nahtoderlebnisse zu sprechen und irritiert Madeja mit allzu wohlfeiler Bewusstseinsmystik. Was lernt der Rezensent? Dass alles Tun, auch religiöses, Spuren im Gehirn hinterlässt, nicht mehr und nicht weniger.
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