Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.05.2002
Die ersten Kapitel von Grabbes Studie sind, findet der Rezensent Jürgen Schmidt, geradezu mustergültige "historische Grundlagenforschung". Grabbe recherchierte in Behördenaufzeichnungen vom Anfang des 19. Jahrhunderts und rekonstruierte so annäherungsweise Zahlen zur Einwanderung nach Amerika. Auf das Zahlenmaterial folgen Informationen zu den Hintergründen der Migration, es ergibt sich, lobt der Rezensent, ein "plastisches Bild" nicht zuletzt der Hürden, die die Auswanderer zu überwinden hatten. So starben 1817, an Einpferchung und Typhus, vierhundert Überfahrtwillige noch vor Abfahrt des Schiffes "April" in Amsterdam. Beschrieben werden das Finanzierungssystem der "Redemption", das darin bestand, dass die Passagiere die Fahrtkosten in der neuen Heimat abarbeiten, und das Ende dieses Systems. Jürgen Schmidt bescheinigt dem Band eine "breite Quellenbasis" und "differenzierte Argumentation".
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes…