Deutschland - das ist ein spätes Wort, ein Neuankömmling unter den Bezeichnungen europäischer Länder. Erst im Grundgesetz kam es erstmals zu verfassungsmäßigen Ehren. Hans Maier hat sich ein Leben lang mit diesem eigentümlichen Gebilde beschäftigt, der vielberufenen Kulturnation, dem staatlich-politischen Kern, den Institutionen. In diesem Buch beschreibt er bedeutende Wegmarken Deutschlands und analysiert sie in souveräner Weise.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 18.06.2021
Rezensent Patrick Bahners liest die Aufsätze des Politikwissenschaftlers und engagierten Katholiken Hans Maier zur Freiburger Stadtsoziologie mit Interesse, zumal dem Autor laut Bahners immer wieder eine globalhistorische bzw. ökumenische Ausweitung des Blicks gelingt. Maiers "heiteres Gemüt" versüßt ihm die Auseinandersetzungen des Autors mit erzbischöflichen Grundsatzfragen zum Religonsfrieden und anderen religionspolitischen Fragen. Eine religionspolitische Deutschland-Tour mit einem Wanderbischof, die Bahners nur empfehlen kann.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2021
Sehr wohlwollend bespricht der Historiker Florian Keisinger diese Aufsatzsammlung. Ihr Reiz, so der Kritiker, liege in den lohnenden Verbindungslinien, die hergestellt werden zwischen "Kultur-, Ideen- und Politikgeschichte". Ihm gefällt offenbar besonders die Darstellung, wie sich deutsche Kirchengeschichte, protestantische und katholische im Wechsel, je dominant auf staatliche Verhältnisse ausgewirkt habe und stimmt Maier zu, dass eine säkulare Entwicklung zu einer gewissen "Sprachlosigkeit" führe, die nicht gewollt sein könne. Der Kritiker lobt die "Zuversicht" des Autors, die sich positiv abhebe gegen die im Moment, wie er meint, grassierende Negativität.
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