Die Zeit zwischen 1806 und der Revolution von 1848/49 gehört zu den spannungsreichsten der deutschen Geschichte. Einerseits beschleunigten sich die politischen,wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungsprozesse, andererseits stießen diese noch auf starke Beharrungskräfte. Der Band gibt einen Überblick über die Neuordnung der deutschen Staatenwelt, den mit dem Aufstieg neuer politischer Kräfte verbundenen Konflikten, die Anfänge der Industrialisierung, den Auflösungsprozess der ständischen Gesellschaft und die Herausbildung der neuen bürgerlichen Kultur. Er zeigt die engen Wechselwirkungen, die zwischen diesen einzelnen Bereichen bestanden, und stellt die deutsche Geschichte sowohl in ihrer regionalen Vielfalt als auch in ihren europäischen Zusammenhängen dar.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.08.2010
Wie soll "der Gebhardt", das ehrwürdige Handbuch der deutschen Geschichte, neben den vielen konkurrierenden Gesamtdarstellungen auf dem schwierigen heutigen Markt noch einen Platz finden? Rezensent Gustav Seibt untersucht diese Frage exemplarisch an Band 14 über die Jahre 1806 bis 1849. "Erzählerischen Belcanto" erwartet Seibt von diesem Handbuch nicht, und die trockene Prosa kann ihn darum nicht erschüttern: Allerdings sollte die Trockenheit die nüchterne Außenseite begrifflicher Präzision sein - und genau dies leistet der Band für Seibt nicht. An mehreren Beispiel führt er vor, dass der Leser hier nur trocken ins Ungefähre geführt wird. Dass Kultur und Gesellschaft eine größerer Rolle spielen als in vorigen Auflagen des Gebhardt, findet dagegen Seibts Zustimmung. Dass prägende Personen wie etwa Metternich nur kursorisch charakterisiert werden, wiederum nicht.
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