Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 21.06.2001
Neun Aufsätze aus den letzen vier Jahren enthält das Buch von Hermann Lübbe, die alle ein Grundthema gemeinsam haben: Die Globalisierung führt zu einer Abwahl zentralistischer Politik und zu einem "Durchwurschteln" auf lokalen Ebenen, das sich einerseits zwangsläufig ergibt, andererseits aber einer dringenden demokratischen Organisation bedarf. So fasst Ludger Heidbrink Grundthema und -thesen von Lübbe zusammen, denen er einerseits einen gewissen Erklärungswert für das Festhalten an überlieferten Glaubens- und Wissensbeständen zuschreibt, obwohl er andererseits Lübbes Schlussfolgerungen nicht folgen mag. "Wer im Zeitalter der dezentralen Vernetzung vorrangig auf den lokalen Willen zur Selbstbestimmung setzt, auf Kommunalpolitik und Bürgerverwaltung, blendet die Notwendigkeit einer überregionalen, transnationalen Politik aus", lautet das kritische Resümee des Rezensenten.
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