Aus dem Spanischen von Ilse Layer. Eigentlich will Dalila nur Pablo vergessen, als sie sich ihrer Schwester und deren Freundinnen anschließt, um an einem See in der argentinischen Pampa zu zelten. Sie ist fasziniert von der scheinbar endlosen Weite der Landschaft, der Stille und der allgegenwärtigen Natur. Bei einem Spaziergang im Wald begegnet sie Tharo. Er ist anders als die Jungen, die sie aus Buenos Aires kennt: schweigsam, ernst, zurückkaltend, fast abweisend. Von Anfang an fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Wenig später entlarven die Tagebücher von Tharos Mutter die ländliche Idylle, aber da ist es schon beinahe zu spät.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2016
Steffen Gnam hält die Lektüre von Ines Garlands Jugendbuch locker bis zum Happy End durch. Eine Gruppe von Freundinnen zum Zelten in der argentinischen Pampa zu begleiten, ist ja nicht unbedingt Gnams Sache. Der Initiationsroman mit seinen filigranen Schicksalsfäden zwischen den Protagonisten aber hält Gnam bei der Stange. Was zischen Kindheit und Adoleszenz passiert, vermittelt ihm die Autorin mit viel Sinn für das dortige Zwielicht und mit filmischen Erzählmitteln.
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