Aus dem Französischen von Grete Osterwald. Diese Studie wird hier erstmals als Buch auf Deutsch. Baudrillard beschäftigt sich darin mit den Grenzen der Soziologie, der Informationstheorie und den Theorien von "Masse", für ihn der "Nullpunkt des Politischen". Baudrillard formuliert eine Informationstheorie, nach der "die Masse ein Medium ist, das stärker ist als alle Medien".
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.05.2010
Rezensent Thomas Thiel mag nicht mehr Baudrillard lesen. Des Autors Zwang zur Originalität, seine aufgereizte Sprache, sein Spiegelspiel mit naturwissenschaftlichen Begriffen, all das strengt den Rezensenten nur noch an. Der von Thiel vermutete Reiz, den Jean Baudrillards vor gut 30 Jahren im Original erschienene massentheoretische Texte zum Ende des Sozialen heute wieder haben könnten, verpufft scheint's rasch. Zu apodiktisch erscheinen Baudrillards superlativische Formeln von einer nicht politisierbaren Masse dem Rezensenten, als dass sich davon etwas für eine differenzierte Kritik an von schierer Quantität bedrohten digitalen Utopien fruchtbar machen ließe.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…