Herausgegeben von Peter Engelmann. Aus dem Französischen von Jonas Maatsch. Baudrillard bezeichnet mit Paroxysmus den krisenhaften Zustand kurz vor dem Ende - vor einem Ende, zu dem es nicht kommen wird. Der Begriff wird zu einer Chiffre, zu einer Stadortbestimmung für unserere Gegenwart am Beginn des 21. Jahrhunderts. In den Gesprächen, die Philippe Petit für dieses Buch mit Baudrillard geführt hat, stellt dieser die westlichen Paradigmen von Demokratie, Menschenrechten und Neoliberalismus in Frage.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 16.11.2002
Das Ende der Welt ist nicht mehr fern, wir sind in ein Stadium des "Paroxysmus" geraten, also eines letzten Anfalls vorm Tode. So lautet die wenig verheißungsvolle Diagnose des Philosophen Jean Baudrillard, verkündet hat er sie oft, hier ist sie in Form eines gedruckten Interviews mit Philippe Petit nachzulesen (geführt Ende der neunziger Jahre). Das Ende des Kommunismus habe keineswegs zu einem neuen Aufbruch geführt, so Baudrillard, sondern zum endgültigen Verzicht auf die Vorstellungen von einer anderen Welt, zum Ende aller Utopien. Demokratie, Medien, Kultur, Geschichte, alles ist auf den Hund gekommen. Der lx. zeichnende Rezensent äußert sich nicht zu den Thesen des Philosophen, höchstens ein wenig sanfter Spott ist zwischen den Zeilen herauszuhören.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…