Das lyrische Schaffen bildet ohne Zweifel neben und eigentlich gar vor den Erzählungen, Romanen und Stücken das Zentrum seines Werkes. Johannes Schenk hat zeit seines Lebens Gedichte geschrieben. Die ersten Bände, »Bilanzen und Ziegenkäse« und »Zwiebeln und Präsidenten« erschienen noch in den sechziger Jahren. Und auch seine letzte Veröffentlichung fast vierzig Jahre später, »Salz in der Jackentasche«, war ein Gedichtband. Noch in seinem Todesjahr 2006 bereitete der Dichter ein neues Buch mit Gedichten vor, das im Typoskript fertig gestellt war, aber nicht mehr zum Druck gelangte. Insgesamt entstanden mehr als sechshundert Gedichte in fünfzehn Bänden, die in dieser dreibändigen Ausgabe zusammengefasst werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.12.2009
Einen echten Seemannsdichter hat Laura Weißmüller da entdeckt. Beim Ortsbesuch in der Kreuzberger Wohnung des 2006 verstorben Johannes Schenk findet sie Öllampe und Tintenfass noch am Platz. Aus der Zeit gefallen erscheinen ihr auch Schenk und seine Texte. Farbenfroh seien die um Akrobaten, Piraten, Matrosen und schöne Frauen kreisenden balladesken Gedichte, aber auch ein bisschen gewöhnungsbedürftig in ihrer grellen Semantik. Für alle, die einen persönlichen Stil schätzen, eine Grammatik, die das Leben schreibt, meint Weißmüller, ist der Band mit den Gedichten von Johannes Schenk eine Schatztruhe.
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