Mit zahlreichen Holzschnitten von Olav Christopher Jenssen. Aus dem Norwegischen von Hinrich Schmidt-Henkel.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 07.01.2020
Helmut Böttiger hält das Buch mit ausgewählter Kurzprosa von Jon Fosse und Holzschnitten von Olav Christopher Jenssen eher für eine bibliophile Kostbarkeit denn für ein Leseereignis. Die "nordische Assoziationen" triggernden Bilder und Fosses von Dunkelheit und Kälte geprägten fragmentarischen Impressionen aus einer Kindheit am Hardanger-Fjord vermitteln Böttiger allerdings sehr wohl das Schwere und Lastende daran sowie Sehnsuchtsmomente des Kindes. Auch ahnt er, dass die Sinnbildhaftigkeit des Geschilderten eine Form der Zeitlosigkeit bedeutet, die typisch ist für Fosses Kunst.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.10.2019
Rezensent Simon Strauß lässt sich gefangennehmen von Jon Fosses aus unterschiedlichen Schaffensphasen stammenden Kindheitszenen und den sie begleitenden Holzschnitten von Olav Christopher Jenssen. Auch wenn die Texte keine rechte Geschichte ergeben wollen, nur Momente der Kindheit evozieren, Bilder, Gerüche, Stimmungen, ist Strauß ganz bei der Sache. Das liegt für ihn an Fosses Gabe, das Gewöhnliche geheimnisvoll erscheinen zu lassen, indem er zwar drängend hypotaktisch schreibt, aber stets etwas Entscheidendes auszusparen scheint. Hinrich Schmidt-Henkels Übersetzung findet Strauß in dieser Hinsicht kongenial.
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