Unter Donald Trump und Elon Musk greift ein Kult der Freiheit um sich. Doch die Wahl- und Meinungsfreiheit, die J.D. Vance & Co. zu einem Fetisch erhoben haben, geht immer auf Kosten der Freiheit anderer. Joseph Stiglitz, Nobelpreisträger und einer der schärfsten Kritiker Donald Trumps, zeigt, wer die Opfer der neuen Meritokratie sind - und wie der Abbau von Bürokratie sowie unregulierte Märkte Wachstum bremsen und unsere Gesellschaften ärmer machen. Doch Stiglitz bleibt nicht bei der Analyse stehen, sondern weist uns den Weg, wie wir das Konzept der Freiheit zurückerobern können.
Viel Neues findet Rezensent Martin Hubert nicht in Joseph Stiglitz' hier vorliegenden Kritik des Neoliberalismus, aber immerhin gelingt es dem Autor, die Probleme der gegenwärtigen dominanten Wirtschaftsordnung gut zusammen zu fassen. Dies tut Stieglitz Hubert zufolge vor allem, indem er einen Freiheitsbegriff entwickelt, der sich von dem des Neoliberalismus - etwa bei Hayek - absetzt, Stiglitz legt Wert darauf, dass Freiheit nicht nur Freiheit der Märkte bedeuten kann und dass in der neoliberalen Realität die Freiheit des einen oft gleichbedeutend ist mit der Unfreiheit des anderen. So weit, so geläufig, meint Hubert, wie sieht es nun mit Lösungsstrategien aus? Stiglitz, lernen wir, will den Kapitalismus nicht abschaffen, stattdessen plädiert er keynesianisch und sozialdemokratisch, unter anderem will der ehemalige Chefökonom der Weltbank eine Art Insolvenzverfahren für Staaten einrichten und so die Schuldenkrise bewältigen. Allzu konkret ist das alles nicht, urteilt der am Ende doch ein bisschen skeptische Rezensent. Die Analyse der Gegenwart, meint er, ist stärker als die Skizze einer neuen Politik, die dem Neoliberalismus Paroli bieten könnte.
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