Vertrauen

Die Grundlage des sozialen Zusammenhalts
Cover: Vertrauen
Campus Verlag, Frankfurt am Main 2001
ISBN 9783593367354
Broschiert, 280 Seiten, 29,90 EUR

Klappentext

Vertrauen ist ein empirisch schwer zugängliches Phänomen. Darum unterzieht jetzt ein Sammelband den Begriff Vertrauen einer theoretischen Analyse. Erörtert wird der Gegenstand aus philosophischer, soziologischer und politologischer Perspektive. Was ist Vertrauen? Wie entsteht es und wie schlägt es in Misstrauen um? Gibt es ein moralisch fragwürdiges Vertrauen oder ist Vertrauen immer gut? Die Texte dieses Bandes zeigen, mit welch labilen Voraussetzungen es politische Regimes zu tun haben, die für sich beanspruchen, demokratisch zu sein. Die Beschäftigung mit den Voraussetzungen einer intakten demokratischen Kultur muss daher Vertrauen zum Thema haben. Mit Beiträgen von Martin Hartmann, Annette Baier, Olli Lagerspetz, Harald Köhl, Niklas Luhmann, Martin Endreß, Diego Gambetta, Claus Offe, Russell Hardin und Shmuel Eisenstadt.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 14.01.2002

Der vorliegende Sammelband möchte weniger revolutionär neuen Einsichten zum Thema "Vertrauen" Bahn brechen, sondern vor allem einen "Überblick über die vorhandene Literatur" liefern. An den Anfang haben die Herausgeber den "einflussreichen Aufsatz" von Annette Baier gestellt, der aus feministischer Perspektive die Moralphilosophen geißelt (als "Kleriker, Frauenverächter und puritanische Junggesellen") und die Berücksichtigung "asymmetrischer Beziehungen" fordert. Die weiteren Aufsätze - u.a. von Niklas Luhmann und Shmuel N. Eisenstadt - nehmen zum Teil auf diesen Text Bezug und widersprechen Baiers Thesen. Wenngleich das Abstraktionsniveau gelegentlich sehr hoch sei, meint der Rezensent David Kassner: lesbar und spannend bleibt das alles in allem auch für den "interessierten Laien". Nur Trost vor der alltäglichen Gefahr "zynischen Misstrauens" gibt es kaum - und "praktisch Anwendbares" leider auch nicht.

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