Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 08.07.2000
Acht Jahre liegen zwischen dem internationalen Kongress zu Walter Benjamin und seiner nunmehr erfolgten Dokumentation in drei umfangreichen Bänden. Seither, so Rezensentin Susanne Lüdemann, ist es wieder deutlich stiller geworden um den Philosophen. Die Aufbruchstimmung der Umbruchszeit sei "linker Melancholie" gewichen und das Bemühen der Kongressteilnehmer um das "zukünftig Tragfähige" am Denken Benjamins trage wenig Früchte. Deutlich werde an den Beiträgen der unübersehbare theologische Grundzug dieses Denkens zwischen Ausnahmezuständen und messianischer Hoffnung - so das Thema der wenigen in der Besprechung erwähnten Aufsätze der Sammelbände. Entgegen den Hoffnungen des Herausgebers bleibt es für die Rezensentin undenkbar, dass angesichts von Preis und Umfang mit diesen Bänden das "große Lesepublikum" erreichen wird.
Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Lukas Rietzschel: Sanditz Ein imposantes Bild der deutschen Gesellschaft - von der DDR bis in die GegenwartSanditz, eine Kleinstadt am Rande der Republik. Hier leben alte Offiziere, Bürgerrechtler,… Elizabeth Strout: Erzähl mir alles Aus dem Englischen von Sabine Roth. Elizabeth Strout kehrt zurück in die Küstenstadt Crosby in Maine - zu ihren Heldinnen Lucy Barton und Olive Kitteridge. Es ist Herbst…