Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.10.2002
An einem - der Legende nach - geplanten großen Werk über die Ethik hat Adorno sein früher Tod gehindert. Der Autor unternimmt es nun dennoch, aus Adornos Schriften eine Ethik zu rekonstruieren. Er benennt - und zwar, wie der Rezensent (Kürzel mim.) meint, "überzeugend" - die "Anschlüsse" von Adornos moralischem Räsonnement an den "Ethikdiskurs". Dabei zeigt sich eine starke Tendenz des Philosophen gegen allfälliges "Moralisieren", eine Ethik, die sich gegen moralische Kurzschlüsse richtet. Knoll streicht heraus, dass Adorno die Ethik nicht im Bereich des Handelns entwickelt, sondern in dem des Denkens. Ethik werde so zur "ersten Philosophie", erläutert der Rezensent in seiner Kurzkritik..
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…