Mit 23 Abbildungen. Aus dem Englischen von Frank Lachmann. Lyndsey Stonebridge beleuchtet Arendts Leben und Werk, bringt sie in einen Dialog mit unserer unruhigen Gegenwart - und fordert uns dazu auf, wie Hannah Arendt zu denken: unerschütterlich, liebevoll und trotzig.Die Umwälzungen unserer heutigen Zeit wären Hannah Arendt nur allzu vertraut gewesen. Tyrannei, Rassismus, postfaktische Politik, Verschwörungstheorien, Massenmigration, die Banalität des Bösen: Alles hat sie erlebt. Arendt wurde zu Beginn des letzten Jahrhunderts geboren und floh aus dem faschistischen Europa, um sich in Amerika ein neues Leben aufzubauen. Dort wurde sie zu einer der einflussreichsten - und umstrittensten - öffentlichen Intellektuellen der Welt. Sie schrieb über Macht und Terror, Exil und Liebe, aber vor allem über die Freiheit. Fragen und Denken - darin bestand ihre erste Verteidigung gegen jede Form der Tyrannei, der sie eine Politik der menschlichen Pluralität und Spontaneität entgegensetzte. Die Welt zu lieben, so lehrt uns Arendt, bedeutet, den Mut zu finden, sie zu schützen.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 23.02.2024
Rezensent Eike Gebhardt hält Lyndsey Stonebridges Buch über Hannah Arendt trotz einiger Willkürlichkeiten und der ein oder anderen spekulativen Passage, wo der Band Richtung Entwicklungsroman abbiegt, für lesenswert. Die Themen Natalität, Liebe und totalitäre Systeme behandelt die Autorin laut Gebhardt mit Blick auf die Gegenwart in einer Mischung aus Mentalitätsgeschichte und intellektueller Biografie. Dass sie dabei manchmal vage bleibt oder sich aus Mangel an Beweisen in innere Monologe und szenische Anweisungen flüchtet, entgeht Gebhardt nicht, es erscheint ihm aber anregend genug.
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