Wie lässt sich Ökonomie anders denken als im Wachstumsparadigma, welchen Umgang mit Ressourcen sollten wir pflegen, um ökologischer und sozialer Erschöpfung entgegenzuwirken, und ist es möglich, dass Gesellschaften tatsächlich mehr Reichtum, Wohlstand und Wohlbefinden für alle erzeugen können, wenn sie nicht mehr an Profit orientiert sind? - Diesen Fragen stellen sich die Politökonomin Maja Göpel und die Philosophin Eva von Redecker, beleuchten sie aus ihren jeweiligen Disziplinen und gehen dabei debattierend aufeinander zu, um gemeinsam mögliche Wege aus der Vielfachkrise der Gegenwart aufzuzeigen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.03.2022
Rezensent Oliver Weber gibt gern zu, dass Maja Göpel und Eva von Redecker richtig liegen mit ihrer Idee einer Postwachstumsgesellschaft, in der die Umweltkosten unseres Wirtschaftens auch tatsächlich bilanziert werden und nicht eine globale Minderheit ihren Überkonsum auf Kosten einer armen Mehrheit finanziert. Aber die beiden Autorinnen stehen vor demselben Problem wie auch schon Joachim Ritter und Wolfgang Bockenförde im Jahr 1972, erinnert Weber: Wer hat die Macht, eine Politik durchzusetzen, die nicht Gewinne verheißt, sondern Geld kostet? Dass Redeker und Göpel hier rein theoretisch bleiben, findet er für eine linke Theoretikerin und Transformationsökonomin zu wenig.
Jana Hensel: Es war einmal ein Land In ihrem neuen Buch erzählt die Bestsellerautorin Jana Hensel vom Ende eines großen Traums. Denn das, was vor über 35 Jahren als Aufbruch in eine neue Ära begann, wird nun… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.…