Auf Grund von Biographie, Werk, Sprachreflexion, Lektüre, Schulstoff und Gebrauchstexten befaßt sich das vorliegende Buch mit Franz Kafkas (1883-1924) Sprachen im Hinblick auf ihre instrumentellen Rollen als Mittel der Kommunikation und symbolischen Funktionen, die man unter dem Stichwort Sprachidentität zusammenfassen kann. Bei dem ersteren liegt der Schwerpunkt auf Deutsch und Tschechisch, bei dem letzteren kommen auch Jiddisch und Hebräisch hinzu. Sowohl Kafkas Sprachkompetenz als auch sein Sprachverhalten werden in den zeitgenössischen Kontext gestellt und vor diesem Hintergrund auch interpretiert.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 25.06.2005
In seiner sehr kritischen Prüfung der neueren Kafka-Forschung spricht Hartmut Binder dieser Monografie des Regensburger Bohemisten Marek Nekula ein großes Lob aus. "Minuziös" sieht er darin alle Aspekte dokumentiert, "die Kafkas Verhältnis zur tschechischen Sprache betreffen". Überzeugend widerlegt findet er etwa die These, nach der sich Kafka eher dem tschechischen als dem deutschen Kulturkreis zugehörig gefühlt habe. Allerdings zeige Nekula auch, wie groß Kafkas "Anteilnahme an der tschechischen Literatur" gewesen sei.
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