Herausgegeben von Peter Trawny. Mit den "Anmerkungen VI-IX" wird die Veröffentlichung von Heideggers Schwarzen Heften fortgesetzt. Die zwischen 1948/49 und 1951 entstandenen Aufzeichnungen kommentieren noch zuweilen politische und gesellschaftliche Erscheinungen der deutschen Nachkriegszeit, beziehen sich aber immer mehr auf ein "Denken des Seyns kd", das Heidegger jenseits der Philosophie entwickeln möchte. Wichtige Themen der Spätphilosophie wie die Frage nach dem "Gestell" werden entfaltet. In den "Anmerkungen VIII" sind zudem Spuren der Wiederbegegnung mit Hannah Arendt zu finden. Der Reichtum immer neuer Formulierungen, das Erkunden unbekannter Wege im Denken, geben Einblick in die Kreativität dieses einzigartigen Philosophen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 26.10.2018
Der Skandal um Heideggers "Schwarzen Hefte", die die ganze Niedertracht seines Denkens offenbarten, liegt nun einige Jahre zurück. Hier nun werden die Notate aus der abklingenden Nachkriegszeit vorgelegt, in denen laut Rezensent Thomas Meyer nun "Ruhe nach dem Sturm" herrscht. Heidegger, so der Rezensent, ist in den Notaten so sehr damit beschäftigt, die eigenen Werke wiederzulesen, dass er nicht mal dazu kommt, Neuerscheinungen von Weggenossen zur Kenntnis zu nehmen. Insgesamt scheint dieser Band Meyer "extrem esoterisch", zum politischen Heidegger und seinem Einfluss auf die kommende Bundesrepublik scheint er hier noch nicht all zuviel zu finden.
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