Von Anfang an übernimmt das Kino viele Verfahren der Architektur, der Musik, der Malerei, des Schauspiels, der Literatur und anderer Künste aber es lässt sie nicht so, wie sie dort sind. Das Kino kann, was es kann, weil es das verkehrt und verwandelt, was die anderen Künste können. In seinem Buch unternimmt Martin Seel eine Analyse dieser Verbindung. In neun konzisen Kapiteln erkundet er das besondere ästhetische Potential des Films und führt an konkreten Beispielen vor, wie unterschiedlich es realisiert werden kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.10.2013
Solang es Bücher wie das des Philosophen Martin Seel gibt, hat Rezensent Jürgen Kaube keine Angst vor unwissenden Studenten, die Hitchcock nicht kennen, oder wird gar zum Kulturpessimisten. Medienkompetenz und Wahrnehmung lässt sich hier lernen, meint der Rezensent, der Seels Ästhetik des Kinos anregend findet, etwa weil sie den Film als Gesamtkunstwerk bewertet, der unsere Seele angeht im Sinne von attackiert. Gut so, findet Kaube, der anschließend bei Seel noch lernt, inwiefern Film raumbildend und noch in plumpen Actionszenen suggestiv wirkt. Dass der Autor beim Illustrieren seiner Thesen kaum zwischen E- und U-Kino unterscheidet, hält Kaube ihm gleichfalls zugute.
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