Martin Seels Philosophie-Kolumne in der "Zeit" war eine Institution: Von 1998 bis 2001 räsonierte er über die aktuellen Themen und Moden der internationalen philosophischen Debatte. Was sonst nur in kleinen Zirkeln abgehandelt wird, erreichte hier die Öffentlichkeit und ist jetzt als Kompendium der jüngsten Philosophie zusammengefasst, in der die wichtigsten Philosophen der heutigen Zeit entdeckt werden können. Ein Wegweiser zu den Denkstilen der Gegenwart.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 12.08.2002
Auf "gut zwei bis knapp drei Seiten" pro "Traktat" lässt uns Martin Seel wissen, was ihm zu dem einem oder anderen Philosophen oder Literaten durch den Kopf gegangen ist, und das in einer Form, die Günter Figal richtig gut gefällt. Seels 44 "Miniaturen" aus den letzten drei Jahren sind "elegant, locker" und "gelegentlich mit umgangssprachlichen Wendungen kokettierend", immer aber so, dass man sich auf diese Zeit-Kolumnen als Leser gerne einlässt, verspricht der Rezensent. Meist beruhten Seels Überlegungen auf gerade Gelesenem, wobei des Autors Interessen für Kunstphilosophie, Ästhetik, Ethik und Sprachphilosophie durchaus deutlich würden. Figal schlägt vor, diese kurzen Ausführungen eher als eine Art "Spielerei" zu begreifen, denn das "Handwerk der Philosophie" lasse sich hier nicht studieren. Dafür aber, meint der Rezensent, kann der Leser nach der Lektüre weiter philosophieren.
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