Die Arbeit beschreibt die Rezeption des italienischen Faschismus im Deutschland der Weimarer Republik (1922-1933). Als erste Monografie skizziert sie die Wahrnehmung aller gesellschaftlichen Gruppen von den Kommunisten und Sozialdemokraten über Bürgerliche, Katholiken und Rechte bis zu den Nationalsozialisten. Gab es linken Philofaschismus? Waren die bürgerlichen Vernunftrepublikaner wirklich Mussolini-Enthusiasten? Warum misstrauten die Völkischen dem Faschismus? Wie faschistisch war die NSDAP? Von Zetkin über Breitscheid, Wolff, Brüning, Adenauer und Schmitt bis Hitler: Das Werk ist mehr als ein Beitrag zur Ideengeschichte - es ist ein Sittengemälde einer der spannendsten Epochen der deutschen Geschichte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.10.2013
Überzeugend und klug findet Christiane Liermann die Antworten auf die von Matthias Damm in seinem Buch untersuchte Frage, wie die Weimarer Republik anno 1922-1933 Mussolini und den italienischen Faschismus beurteilte. Dass sich gut liest, was Damms Untersuchung anhand von systematisch ausgewerteten zeitgenössischen Quellen anbietet, gefällt Liermann, stellt sich der Rezensentin das Thema doch als bipolare Angelegenheit dar, zwischen dem Bild von Italien im damaligen Deutschland einerseits und dem Spiegelspiel zwischen der italienischen und der eigenen Situation andererseits. Spannend daran erscheint der Rezensentin, wie sich Sichtweisen und Argumentationsmuster verkehren und Mussolini mitunter als kleineres Übel wahrgenommen wurde.
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