Der Wandel von Politik und Gesellschaft seit der Französischen Revolution und die damit einhergehende Notwendigkeit, das eigene Handeln gegenüber der Öffentlichkeit zu rechtfertigen, hatte erhebliche Auswirkungen auf das Handeln vieler Politiker. Die Beiträge nehmen in den Blick, wie z. B. Otto von Bismarck, Franz von Papen, Konrad Adenauer, Helmut Schmidt oder Michail Gorbatschow mit dem Verlust des Amtes umgingen und wie sie versuchten, auf die Politik weiterhin direkt oder indirekt Einfluss auszuüben.
Moritz Küpper erfährt aus dem von Michael Epkenhans und Ewald Frie herausgegebenen Band, was Politiker nach ihrer Amtszeit so treiben. Leider sind es nur Männer, stellt Küpper fest, deren "Zeit danach" die Autoren mit Hilfe von ausgewiesenen Kennern ihrer Biografien erforschen: Metternich, Bismarck, Brüning, Brandt, Schmidt, Adenauer u.a. Dass Bismarck etwa - wie auch Schmidt - durch eine raffinierte Pressepolitik weiter agierte, findet Küpper interessant. Auch wenn die Auswahl der Porträts ihm nicht "ganz stringent" erscheint, das Buch findet er lesenswert, auch kapitelweise, und leserfreundlich geschrieben bei "wissenschaftlichem Duktus".
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