Mitarbeit: Claudio Franzius und Tim Weber. Technik ist im Kommen. Spürbar wird dies an neuen Technologien wie der Gen- und Biotechnologie, aber auch an den Informations- und Kommunikationstechnologien. Sie gewinnen eine zentrale Bedeutung für neue Märkte und prägen schon heute die Zukunft. In der vorliegenden Schrift wird das wechselseitige Verhältnis von Technik und Recht in einer stärker historisch ausgerichteten Perspektive untersucht. Insbesondere am Beispiel der Telegrafie und des Rundfunks soll aufgezeigt werden, daß sich Technik nicht jenseits des Rechts entfaltet. Welche Rolle spielt das Recht in der Beeinflussung von Technikentwicklungen? Und wie wirken sich Technikentwicklungen auf das Recht aus?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.07.2002
Techniker und Technikrechtler stehen von jeher auf Kriegsfuß, behauptet Milos Vec, da Ingenieure und Konstrukteure sich durch rechtliche Auflagen nur beschränkt und kontrolliert sehen. In Zeiten gebremster Technikeuphorie und zunehmender Umweltempfindlichkeiten sei die gegenseitige Akzeptanz jedoch gewachsen, mehr noch: Vec stimmt der These des Autors zu, dass die Technik ohne Recht "keine Chance" hat. Kloepfers historisch argumentierende Studie zum Technikrecht seit Ende des 19. Jahrhunderts findet bei Vec großen Anklang. Der Autor sei Umwelt- und Technikrechtler, verrät der Rezensent, und habe am Umweltgesetzbuch mitgearbeitet. Vor allem die historische Ableitung eines Technikrechts biete einen "dichten Durchgang" durch die Materie, die Theorie und Empirie, Industrialisierungsprozess und Marktmechanismen miteinander verflechte. Unbekannte Risikofaktoren bergen heute die neuen Technologien wie E-Commerce oder die elektronische Signatur, weiß Vec. Da brauche es einen verlässlichen Rechtsrahmen, der den Prozess gesellschaftlicher Selbstregulierung einbinde: "regulierte Selbstregulierung" heißt laut Vec das neue Zauberwort.
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