Mit 78 S/W-Abbildungen. Schlösser und Gärten gehörten zu den wichtigsten Gegenständen höfische Repräsentation. Seit dem 16. Jahrhundert wurde der Versuch unternommen, diese immobilen Herrschaftsattribute in Kupferstichfolgen medial zu verbreiten, um auch diejenigen von ihrer Pracht zu überzeugen, die sie nicht vor Ort bewundern konnten. Die vorliegende Untersuchung durchleuchtet den jeweiligen historischen Kontext, in dem eine Serie entstand, und illustriert ihn mit einer Fülle von Quellen. Der Funktion der Stichserien wird ebenso nachgegangen wie ihren formalen Möglichkeiten und Entwicklungen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 28.01.2002
Architekturstichserien von Schlössern waren zwischen 1600 und 1800 ein wichtiges Kommunikationsmedium, schreibt Rezensent Matthias Müller. Michaela Völkel habe das erkannt und als erste, basierend auf ihrer Dissertation, eine detaillierte Untersuchung über diese Stichwerke in höfischen Bauten vorgelegt, die, zollt der Rezensent seine Anerkennung, viele Aspekte herausarbeitet. Die Kunstgeschichte hatte, weiß Müller, diese Bildgattung lange Zeit vernachlässigt, dabei ließe sich aus ihr, wie der Rezensent in seiner Besprechung ausführt, viel über Strukturen, Funktionen und Formen der Stiche ablesen. Völkels Studie jedenfalls findet er "ausgesprochen anregend" und unverzichtbar für die Hofforschung, allerdings hätte er sich doch gewünscht, wenn die Autorin auch einen Blick auf andere, vor der Zeit der Architekturstiche entstandene bildliche Darstellungen von Schlossbauten geworfen hätte.
Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…