In Varianten des informellen Imperialismus, wie sie nach der Jahrhundertwende in bzw. gegenüber Siam und China entstanden, zeigen sich bereits Ansätze des heutigen liberalen marktwirtschaftlichen Entwicklungsdenkens. Petersson untersucht, welche Politik Großbritannien, Frankreich und das Deutsche Reich bei Modernisierungsfragen in Siam und China verfolgten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.03.2001
Der Historiker Wolfgang J. Mommsen bezeichnet die vorliegende Studie als "Fundgrube von Informationen über die Strategie des europäischen und späterhin auch des amerikanischen Imperialismus in bezug auf China und Siam". Sein großes Interesse an dieser Studie bekundet der Rezensent nicht zuletzt dadurch, dass er reichlich aus dieser Fundgrube schöpft und ihre wohl wesentlichen Ergebnisse ausführlich zusammenfasst. Dennoch - ganz zufrieden ist er nicht. So beklagt er zuviel Theorie, die weit über den untersuchten Bereich hinausreiche und vor allem bewirke, dass die Arbeit "schwer zu lesen" ist. Zudem vermisst Mommsen ein wenig eine genauere Betrachtung der "Aktivitäten der Banken und der Wirtschaft". Alles in allem für den Rezensenten also ein etwas zu "komplexes Modell" mit viel Informationsgehalt über ein auch für die Gegenwart interessantes Thema.
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