Das "Time Magazine" zählt ihn zu den hundert wichtigsten Persönlichkeiten der Welt. George Bush hielt ihn für terrorverdächtig, Tony Blair holte ihn als Berater. Wolf im Schafspelz oder die entscheidende Stimme eines künftigen europäischen Islam? Tariq Ramadan, der brillante Denker und charismatische Redner, Enkel des Gründers der Moslembrüder und aufgewachsen in Genf, ist die Schlüsselfigur des Islam der Gegenwart: Dieser Mann, der die alten Konzepte islamischer Kultur mit der modernen westlichen Kultur selbstbewusst verbindet, kann der wichtigste Reformator des Islam werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.12.2008
Auf eine kritische Analyse des umstrittenen Islam-Vordenkers Tariq Ramadan hat Rezensent Moritz Behrendt gewartet, und offenbar wird er weiter warten müssen, denn Nina zu Fürstenberg liefert sie in ihrem Buch nicht. Schon wenn sie Ramadan nur bei seinem Vornamen nennt, nimmt er ihr die Unvoreingenommenheit nicht mehr ab, und im Laufe der Lektüre wird ihm immer deutlicher, dass sich Fürstenberg wie eine Duzfreundin vor Ramadan stellt. Kein Wunder also, dass sie selbst Ramadans "hanebüchene Israelkritik" verteidigt. Auch sieht er sie manch diffizileren Fragen nicht mehr gewachsen, grobe Patzer stehen ebenso auf seiner Mängelliste wie ein wenig umsichtiges Lektorat.
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