Geld regiert die Welt, Geld ruiniert die Arbeit. Arbeit und Einkommen werden entkoppelt, Realwirtschaft und Finanzwirtschaft trennen sich. Unternehmen werden reduziert auf eine Geldgröße und gemessen an ihrem Augenblickswert (cash flow). Der arbeitende Mensch scheint in diesem Szenario nur noch eine lästige Größe zu sein, die auf Dauer eliminiert werden muss. Aber: Der Aufstand der alten Arbeit wird kommen!
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 16.05.2011
Der hier rezensierende Oskar Lafontaine hat Norbert Blüms Buch "Ehrliche Arbeit" mit viel Zustimmung gelesen, auch wenn der ehemalige Arbeitsminister der Regierung Kohl in einigen Punkt seines Erachtens nicht die richtigen Schlussfolgerungen zieht. Er schätzt Blüms Erläuterungen zur gesetzlichen Rentenversicherung und ihrer Überlegenheit über die private Altersvorsorge. Der Forderung des Autors nach einer gerechten Bezahlung von "ehrlicher Arbeit" kann er sich nur anschließen. Er unterstreicht Blüms Begründung der Bedeutung Arbeit mit der christlichen Soziallehre, die die Arbeit über das Kapital stellt. Auch Blüms Kritik der ungleichen weltweiten Verteilung des Privateigentums heißt Lafontaine gut. Allerdings hält er ihm vor, beim Vorschlag, Arbeitnehmer zu Miteigentümer zu machen, vor den letzten Konsequenzen zurückzuschrecken.
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