Infolge multipler internationaler Krisen wächst das spezifische Gewicht der Diplomatie. Doch im digitalen Zeitalter hat sich die traditionelle diplomatische Arbeitsweise verändert. Wozu brauchen wir noch Diplomatinnen und Diplomaten vor Ort, wenn Hauptstädte in Echtzeit miteinander kommunizieren? Worin liegt der Mehrwert unserer diplomatischen Präsenz in fast allen Ländern der Welt? Anhand konkreter Beispiele aus der diplomatischen Praxis versuchen ehemalige Botschafter und Botschafterinnen hierauf eine Antwort zu geben. Sie berichten u. a. vom Mehrwert diplomatischer Verhandlungen, vom Schutz der Verteidiger von Demokratie und Menschenrechten, vom Mehrwert diplomatischer "Leiharbeiter", vom Engagement für den afrikanischen Regenwald, vom Spannungsverhältnis zwischen Diplomatie und sozialen Medien, von Solidarität in dramatischen Notfällen, vom Mehrwert der Auswärtigen Kulturarbeit, von einer aktiven diplomatischen Erinnerungskultur oder auch davon, dass selbst "Arbeitsverweigerung" einen Mehrwert darstellen kann.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.08.2023
Sehr kurz bespricht der Bonner Politologe Frank Decker diesen Sammelband pensionierter deutscher Diplomaten zusammen mit Erinnerungen Leigh Turners, der britischer Botschafter unter anderem in Österreich war. Der Herausgeber kommt aus vornehmer Familie, merkt Decker an, ein Ururvorfahre sei der Verleger von Karl Marx gewesen. In dem Band, den Decker offenbar mit Gewinn gelesen hat, geht es um alle möglichen Themen, die das Leben des Diplomaten berühren, mehr inhaltlich wie Demokratie- und Menschenrechtsschutz oder mehr technisch-administrativ, wie etwa die Frage, was man mit den "MAP", den "mitausreisenden Partnern/Partnerinnen", anstellen soll. Sehr interessant findet Decker das.
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