Aus dem Spanischen von Christian Hansen. Ein junger Mann kehrt aus Deutschland nach Argentinien zurück, weil der Vater im Krankenhaus liegt. Er wohnt wieder daheim, wie in seiner idyllischen Kindheit und Jugend. Im Schreibtisch des Vaters entdeckt er jedoch Zeitungsausschnitte und Fotos, die eine ihm unbekannte Vergangenheit enthüllen. Wer waren die Freunde des Vaters? Warum starb sein Mitschüler, und wohin verschwand dessen Schwester? Indem er alldem nachgeht, findet er heraus, dass seine Eltern während der argentinischen Militärdiktatur politisch aktiv waren, sich an gefährlichen Aktionen beteiligten und täglich das für ihn so unbeschwerte Familienleben riskierten. Alles war anders, als er dachte. Seine Familie, sein ganzes Leben erscheinen in einem neuen Licht. Ihm wird bewusst, was die Eltern alles leisteten, damit er heute so leben kann, wie er lebt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 29.11.2013
Ein wenig zu autobiografisch scheint dieser Roman dem Rezensenten. Die Geschichte eines jungen im Ausland lebenden Argentiniers, der seinen totkranken Vater aufsucht, um von ihm Geheimnisse aus der Zeit der Militärjunta zu erfahren, findet Ralph Hammerthaler in ihrem Wechsel aus konventioneller Erzählung und unscharfem Fragmentarismus zunächst noch recht unterhaltsam. Wenn Patricio Pron allerdings immer mehr auf seine persönliche Beziehung zu seinem Vater und dessen Vergangenheit abhebt, so weit schließlich, dass der Vater auf der Homepage des Sohnes den Text ergänzt und verändert, wird es dem Rezensenten zu privat. Obwohl: Das ungeschriebene Buch des Vaters hätte er gern gelesen.
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