Aus dem Amerikanischen von Felix Kurz. Die Occupy-Bewegung bringt es zum Ausdruck: Keiner versteht mehr, was eigentlich gespielt wird: Staatspleiten, Rettungsschirme, Ratingagenturen Vergesst alles Komplizierte! Paul Mattick zeigt, dass auch die jüngste Krise aus den inneren Widersprüchen des Kapitalismus hervorgegangen ist und nicht aus dem Versagen einzelner Akteure oder einer falschen Politik. Und er zeigt es allgemein verständlich, als Grundlage für die eigene Orientierung.
Rezensionsnotiz zu
Die Tageszeitung, 15.03.2012
Das schon recht abgegrast wirkende, im Zuge der Finanzkrise neu aufgekommene Genre des "Krisenbuchs" kommt mit dieser Veröffentlichung des Philosophen Paul Mattick nochmal auf Niveau, freut sich Patrick Eiden-Offe. Explizit lobt er den Autor dafür, seine Kritik insbesondere auch am "linken Keynesianismus", der den Kapitalismus an sich als recht effizient einschätzt, in klarer Sprache geschrieben zu haben, und kann Matticks profunder Demaskierung des Kapitalismus als am Gemeinwohl gerade nicht orientierte Wirtschaftsform von überdies begrenzter Haltbarkeit zudem einiges abgewinnen. Ziel des Autors, so der Rezensent, sei dabei die "rückhaltlose Desillusionierung", die als Kipppunkt zu einer Neuperspektivierung des gesellschaftlichen Reichtums als "Ansammlung von Dingen, die die Menschen zum Leben brauchen", verstanden wird. Von dort aus, hofft der Rezensent im Verbund mit dem Autor, könnte man dann wieder grundsätzliche Fragen stellen.
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