Aus dem Französischen von Michael Kogon. In "Empörung, Meine offenen Rechnungen" vertieft Stéphane Hessel die Fragen seiner Streitschriften: wogegen soll man sich empören und wofür engagieren? Hessel spricht über seine Ideale und Werte, über Menschen, denen er begegnen durfte, Ideen, die ihn beflügelt haben, Kämpfe, die er gekämpft hat und Rechnungen, die auch nach einem langen und erfüllten Leben immer noch offen sind. Als KZ-Überlebender, Mitglied der Résistance, Politiker und Diplomat hat er sich ein Leben lang für Freiheit, Gerechtigkeit und die Würde des Menschen eingesetzt. Diese Werte scheinen ihm heute im globalen Maßstab stärker bedroht denn je. Deshalb appelliert er an seine Leser, sich zu engagieren und gegen "das Unannehmbare" Widerstand zu leisten.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 17.07.2012
Aufgerüttelt ist Claudia Henzler vom Optimismus des politischen Urgesteins Stephane Hessel, der nach "Empört Euch" und "Engagiert euch" eine weitere Schrift vorlegt, die den Lauf der Welt in vernünftigere Bahnen zu lenken helfen soll. Hessels Devise findet Henzler einleuchtend: Wenn die Menschheit es geschafft hat, mit Faschismus, Stalinismus, Kolonialismus und Apartheid fertig zu werden, dann dürfte sie es doch wohl auch schaffen, Armut, Ungerechtigkeit und Klimawandel in den Griff zu bekommen. Klingt vielleicht naiv, meint Henzler, ist aber richtig.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.05.2012
Helmut Mayer rekapituliert noch einmal die Erfolgsgeschichte von Franz Hessels Broschüre "Empört Euch!", ehe er sich das neue Buch des mittlerweile steinalten Hessel vorknöpft. Bilanzierend, nicht streng autobiografisch, eher anekdotisch eigene Erfahrungen resümierend, nennt er den Band. Dass der Autor weder programmatisch noch analytisch zu werden vermag, kann Mayer verzeihen, sogar die ganz und gar unschriftstellerische, ja ungelenke Art, mit der Hessel drauflosformuliert. Die eine oder andere Lebensweisheit des lebenserfahrenen Mannes nimmt er immer noch gerne mit.
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