Das Buch behandelt die Repatriierung der sowjetischen Kriegsgefangenen aus deutscher Hand in die Sowjetunion - also jene entscheidende Zeit zwischen dem faktischen Ende der Kriegsgefangenschaft in der Hand des Feindes und der neuerlichen Stigmatisierung und Aufnahme als "Vaterlandsverräter" in der Sowjetunion. Durch die laufende Diskussion um die Zwangsarbeit ausländischer Arbeitskräfte im "Dritten Reich" hat das Buch eine besondere Aktualität erhalten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.02.2001
Margarete Busch zeichnet in ihrer Rezension mit einem chronologischen und inhaltlichen Abriss verkürzt die Geschichte heimkehrender sowjetischer Kriegsgefangener nach, mit der sich auch das Buch auseinandersetzt. Beispielsweise erhielten die Heimkehrer erst 1995 ihre Anerkennung als Kriegsveteranen. Die Dimensionen dieser für lange Zeit nicht beachteten Geschichte, stelle das Buch ausführlich und "auf breiter Quellenbasis" dar. Der einleitende Teil gebe neben der Klärung rechtlicher und organisatorischer Fragen einen plastischen Eindruck von der Rücksichtslosigkeit des Vorgehens der sowjetischen Behörden. Busch stellt die Leistung des Autors Polian heraus, der insbesondere mit seinem bereits 1996 erschienen Buch "Opfer zweier Diktaturen", die Forschungslücke auf diesem Gebiet von russischer Seite geschlossen habe.
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