Peter F. Drucker

Ursprünge des Totalitarismus

Das Ende des Homo Oeconomicus
Cover: Ursprünge des Totalitarismus
Karolinger Verlag, Leipzig - Wien 2010
ISBN 9783854181408
Broschiert, 238 Seiten, 26,00 EUR

Klappentext

Aus dem Englischen von Konrad und Peter Weiss. 1939 veröffentlichte Drucker, knapp 30-jährig, "The End of Economic Man". Das Scheitern des Kapitalismus und des Sozialismus führt die Massen in ihrer Hoffnungslosigkeit zu Faschismus und Nationalsozialismus, nicht mehr von ökonomischen Faktoren wie des "Homo Oeconomicus" eines Adam Smith sind sie geleitet, die scheinbaren Erfolge der "Wehrwirtschaft" überzeugen, das ethische und kulturelle Erbe des Abendlandes wird verleugnet...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 23.08.2011

Rezensent Stefna Dornunf rechnet es dem Wiener Karolinger Verlag hoch an, dass er jetzt Peter F. Druckers 1939 auf Englisch erschienene Studie zum Totalitarismus hierzulande dem Vergessen entreißt. Bei Drucker stellt sich der Faschismus als "reine Negation" dar, die auf "nackte Autorität" ohne jede Legitimität wie etwa das Gemeinwohl pochte, fasst der Rezensent zusammen, was als Rückfall in die Steinzeit gelten kann. Dabei weist der Autor auf die interessante Gemeinsamkeit totalitärer Systeme, sei es das nationalsozialistische Deutschland oder Stalins Sowjetunion, hin, die für bestimmte Güter wie Baumaterial oder Schuhe "politische Preise" festlegten, was für Drucker ein "zentrales totalitäres Moment" darstellt, wie der Rezensent zustimmend referiert. Dass der Autor trotz seiner bedenklichen Erkenntnisse keine Schwarzmalerei betreibt und auf moralisch-sozialen Widerstand setzte, hat sich für Dornuf nicht nur im Luftkampf in England "eindrucksvoll bestätigt", es machte das Buch auch zur Marschlektüre für britische Offiziersanwärter, wie der Rezensent weiß.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.05.2011

Die späte Übersetzung des Klassikers der Totalitarismustheorie von Peter F. Drucker macht für Stefan Breuer Sinn nicht nur als Akt publizistischer Gerechtigkeit. Bei aller Kritik, die der Band seiner Meinung nach verdient - an seiner Carl Schmitts begriffsrealistischem Denken geschuldeten Einseitigkeit (Breuer sieht den Menschen nicht als entweder rational oder irrational agierendes Wesen), seinen, wie er findet, nicht selten "schiefen Urteilen" - entdeckt er doch auch Lobenswertes, Bleibendes. Den Schwung etwa, mit dem Autor zu Werke geht. Und schließlich auch Faktoren, die den irrational handelnden Menschen durchaus eignen, wie er zugibt, und damit seiner Entwicklung.

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