Mit Reproduktionen von Fotos und Briefen. Während der dreißiger Jahre als führende Persönlichkeit der Gruppenbewegung in der Schweiz und im Zweiten Weltkrieg als Präsident des Gotthard-Bundes nahm Theophil Spoerri aktiv an der Auseinandersetzung um die politische und geistige Rolle der Schweiz teil. Kann eine Generation von den Erfahrungen einer anderen lernen? Pierre Spoerri (geb. 1926), der eng mit seinem Vater zusammengearbeitet hat, stellt sich immer wieder diese Frage. In dieser Geschichte spielen viele große Persönlichkeiten des geistigen Lebens der Schweiz und Europas eine wichtige Rolle: Professoren wie Emil Brunner und Karl Barth, Schriftsteller wie Max Picard, Denis de Rougemont und C.F. Ramuz; Männer aus dem praktischen Leben wie Friedrich T. Wahlen und Arnold Muggli.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 01.06.2002
Der hauptberufliche Romanist Theophil Spoerri engagierte sich für die Erweckungsbewegung "Oxfordgruppe", die heute den Namen "Initiative der Veränderung" trägt - sein "Jüngster", der nun dieses Buch geschrieben hat, ist ihm darin gefolgt. Dieser Band ist, wie der Rezensent C.W. gleich einschränkt, keine wirkliche Biografie, sondern eher eine "Sammlung von Zeugnissen zur Person" und ihrem Umfeld, der es allerdings gelegentlich an Präzision mangele. Interessant scheint dem Rezensenten die Korrespondenz mit anderen Protagonisten der antinazistischen "christlichen Revolution" - 1940 war Spoerri einer der Mitbegründer des Gotthard-Bundes, der sich gegen nationalsozialistischen Einfluss in der Schweiz zur Wehr setzte.
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