Ein einzigartiger Pfad durch die schier unüberschaubare Fülle unseres Wissens über den Menschen. Von der Hirnforschung über die Psychologie zur Philosophie bringt Richard David Precht uns dabei auf den allerneuesten Stand. Wie ein Puzzle setzt sich das erstaunliche Bild zusammen, das die Wissenschaften heute vom Menschen zeichnen. Eine aufregende Entdeckungsreise zu uns selbst.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 13.06.2008
Denken musst du schon selber, rät Jens-Christian Rabe dem Leser. Nur wer das gegen die Suggestionskraft apodiktisch gefällter Urteile über Kant und Co zu beherzigen weiß, lässt Rabe uns wissen, dem wird das Buch zu etwas taugen. Rabe entlarvt den betont anti-akademischen Gestus, mit dem Richard David Precht in seiner philosophischen Propädeutik zu Werke geht, als "rücksichtslose Ranschmeiße", die mitunter in Bildungshuberei und "kreativer" Auslegung mündet. Andererseits staunt der Rezensent nicht schlecht, wie ein Buch mit immerhin 15 Seiten Literaturhinweisen, das die Komplexität der angerissenen Fragen dann doch nicht allzu sehr eindampft und sogar Fach-Diskussionen wiedergibt, zum Bestseller werden kann. Ist doch schön.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.03.2008
Vierunddreißig große philosophische Fragen und keine einzige befriedigende Antwort. So ließen sich Gustav Falkes Erfahrungen mit diesem Band zusammenfassen. Die Zitierfreudigkeit des Autors Richard David Precht hilft da auch nichts, wenn wir dem Rezensenten glauben wollen. Denn, wie schreibt er sinngemäß: Stets wenn die Akribie in der Philosophie kritisiert wird, "tritt unexakte Lektüre an die Stelle". Von den "ganz schlichten Worten", mit denen Precht Theorie um Theorie abhandelt, ohne, wie Falke enttäuscht bemerkt, eigene Position zu beziehen, hat der Rezensent bald genug. Lehrreich findet er das nicht und auch nicht witzig, sondern "überflüssig" und "ärgerlich".
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