Aus dem Englischen von Henning Ahrens. Litauen, Sommer 1941: Die fünfzehnjährige Lina trägt noch ihr Nachthemd, als man sie, ihre Mutter und ihren jüngeren Bruder Jonas abholt. Sie weiß noch nicht, dass die sowjetische Geheimpolizei auch ihren Vater an der Universität verhaftet hat. Und auch nicht, dass sie - wie zehntausende andere Balten - nach Sibieren deportiert wird. Von einem Tag auf den anderen ist Lina konfrontiert mit unvorstellbarem menschlichen Leid, mit Hunger, Krankheiten und furchtbarer Gewalt. Doch Lina fängt an zu zeichnen, in den Staub, auf jedes kleinste Stück Papier, das sie finden kann. Und sie verliebt sich in Andrius. Lina kämpft um ihr Leben und um das ihrer Familie.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 19.03.2012
Das Buch für junge Erwachsene, das Roswitha Budeus-Budde uns vorstellt, handelt von einer litauischen Familie und ihren Qualen während der sowjetischen Zwangsherrschaft und der Deportation. Obgleich die Drastik mancher Szenen für die Rezensentin nur schwer erträglich ist, entgeht ihr die Hoffnung nicht, die Ruta Sepetys dialogisch formuliert. Die Würde der gemarterten Charaktere scheint ihr in Sepetys' Darstellung zu den Menschen zurückzukehren.
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