Im Mittelpunkt dieses Buches stehen Alexis de Tocqueville und seine "neue Wissenschaft der Politik". Zum einen liefert Skadi Siiri Krause eine genaue Rekonstruktion von Tocquevilles Konzeption und wirft einen ausführlichen Blick auf ihre Einbindung in die sich gerade erst etablierenden Sozialwissenschaften. Zum anderen zeigt sie, dass Tocquevilles Analyse der Demokratie bis heute höchst relevant ist: als Kritik an dieser spezifischen Staats-, Gesellschafts- und Lebensform. Ein umfassendes Porträt dieses wirkmächtigen Denkers und seiner Zeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.01.2018
Zunächst einmal lobt Rezensent Günther Nonnenmacher den enormen Aufwand, den die Politikwissenschaftlerin Skadi Siiri Krause auf sich genommen hat, um Alexis de Tocquevilles politische Wissenschaft für eine neue Welt in die zeitgenössischen Debatten einzuordnen. Die Autorin habe nicht nur neuere, sondern auch französische, amerikanische und englische Literatur aus Tocquevilles Zeit gesichtet, erklärt der Kritiker, der dank Krauses Arbeit Originalität und Weitsicht des Liberalen nachvollziehen kann. Zugleich muss Nonnenmacher gestehen, dass ihm Krauses ideengeschichtlicher Ansatz ein wenig zu erschöpfend gerät. Zwar kann ihm die Autorin Tocquevilles Idee eines Föderalismus, wie er ihn in Neuengland kennenlernte, ausführlich vermitteln - Krauses nur zehnseitiges Resümee erscheint dem Rezensenten allerdings ein wenig dünn.
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