Aus dem Indonesischen von Heinrich Seemann. Das epische Drama, das während des Zweiten Weltkriegs in Asien spielt, erzählt die Geschichte des japanischen Offiziers Okura, des indonesischen Nationalisten Hidayat und der deutsch-schweizerischen Humanistin Elisabeth. Es geht um Krieg und Frieden, um Liebe und Tod, um den Kampf für die Unabhängigkeit Indonesiens gegen Japan und die frühere Kolonialmacht Niederlande. Es entsteht ein Bild der indonesischen Gesellschaft während des Zweiten Weltkriegs, in dem neben antijapanischen Rebellen, neben traditionellen Muslimen und anderen eher nach Westen hin orientierten Indonesiern auch die Hüter altjavanischer Traditionen und Mythen ihre Rolle spielen. Annäherung und Entfremdung zwischen europäischer, japanischer und javanischer Kultur sind das Thema. Ein Ringen um Menschenrechte, Demokratie und Freiheit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.04.2018
Rezensent Steffen Gnam bewundert Sutan Takdir Alisjahbanas Roman von 1978, der ihn an Tolstois "Krieg und Frieden" erinnert, für seine tiefenscharfe, manchmal etwas elegische Schilderung des Schicksals Indonesiens vom Ende der holländischen Kolonialzeit bis zur Unabhängigkeitserklärung. Der halbfiktive Roman illustriert die Spannungsverhältnisse zwischen Aufklärung, javanischem Mystizismus und japanisch-schintoistischer Kultur laut Gnam anhand dreier Liebespaare und ihrer "ostwestlichen Streitgespräche". Der Faschismus, lernt der beeindruckte Rezensent auch, ist nur ein "Schritt zurück in das Zeitalter der Mythen", zitiert er den Autor.
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