Aus dem Niederländischen von Rolf Erdorf. Ende des 19. Jahrhunderts wächst Kees Bakels in einfachen Verhältnissen im Amsterdamer Jordaan-Viertel auf. Er träumt sich in Fantasiewelten, um dem langweiligen Alltag zu entkommen. Um endlich etwas Besonderes zu sein, gewöhnt er sich einen außergewöhnlichen Gang an, den er sich von Turnern abgeschaut hat. Bald kennt die ganze Stadt den Jungen, der mit schwingenden Armen durch Amsterdams Straßen läuft. Doch mit dem Tod des Vaters holt ihn die Realität ein und Kees muss Verantwortung für seine Familie übernehmen.Theo Thijssen schildert in diesem Roman, wie ein Junge nicht Gefangener seiner Träume bleibt oder Opfer seiner Frustrationen wird, sondern allmählich in diese Lebensverantwortung hineinwächst.
Rezensentin Bettina Baltschev freut sich, dass Theo Thijssens Klassiker aus dem Jahr 1923 nun erstmals ins Deutsche übersetzt wurde. Die Kritikerin folgt in dem autobiografisch grundierten Roman des niederländischen Autors dem kleinen Kees, der Ende des 19. Jahrhunderts in einfachen Verhältnisse in Amsterdam aufwächst, sich in Fantasiewelten fortträumt und nach dem Tod des Vaters Verantwortung für die Familie übernehmen muss. Wie Thijssen Tod und Erwachsenwerden schildert, nie pathetisch und doch bewegend, findet Baltschev bewundernswert. Nicht zuletzt lobt sie die einfühlsame Übersetzung und das instruktive Nachwort von Rolf Erdorf.
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