Allein der Titel habe sie zusammenzucken lassen können, schreibt Isabelle Graw in einem wütenden Veriss des Sammelbandes "Women Artist". Und wie erwartet, donnert Graw, ist es denn auch gekommen: Die Frage, ob der Status "Frau" überhaupt von künstlerischer Bedeutung sei, tauche in der Einleitung von Uta Grosenick überhaupt nicht auf, obwohl darüber seit 30 Jahren heftig gestritten werde. Künstlerisch hätten die gezeigten Arbeiten überhaupt nichts miteinander gemein, und Kriterien für die Auswahl würden nicht gegeben. Von den Texten hält Graw auch nicht viel, da sich Deskriptives und Normatives "fatal" mischten: "Kritische Reflexion hat hier die Form eines entleerten Jargons, der noch dem eigenwilligsten Pinselstrich kritische Funktionen unterschiebt".
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