Herausgegeben von Marianne Gruber und Manfred Müller. Armenien, Aserbaidschan und Georgien sind Länder mit reichen, sehr unterschiedlichen Literaturtraditionen, die in ihrer Vielfalt im deutschsprachigen Raum nie wahrgenommen werden konnten. Diese Anthologie ist ein erster Versuch, in drei, den jeweiligen Ländern gewidmeten Abschnitten Gedichte und Erzählungen von Autorinnen und Autoren vorzustellen, die zum Großteil noch nie ins Deutsche übersetzt worden sind. Der Bogen spannt sich von uralten Myten - einer davon stammt aus dem 5. Jahrhundert - bis zur Gegenwartsliteratur. Insgesamt werden Texte von 52 Autoren vorgestellt.
Judith Hermann: Ich möchte zurückgehen in der Zeit Judith Hermann folgt den Spuren ihres Großvaters, der während des Zweiten Weltkriegs für die SS im polnischen Radom stationiert war. Sie verknüpft ihr Schreiben mit seiner… Norbert Gstrein: Im ersten Licht Zwei Weltkriege, ein Jahrhundert: ein eigenwilliges Leben voller Schönheit, Tragik und Widersprüche. Norbert Gstrein schenkt uns ein ganzes Menschenleben. Dabei ist jedes… Robert Menasse: Die Lebensentscheidung Frustriert von den Mühlen der Bürokratie, trifft Franz Fiala eine "Lebensentscheidung" und wirft seinen Job bei der Europäischen Kommission hin. Als er seine Mutter zum 89.… Svenja Leiber: Nelka Lemberg, 1941. Die sechzehnjährige Nelka wird von Soldaten aufgegriffen und mit zahlreichen Mädchen und Frauen nach Westen verschleppt. Auf einem norddeutschen Gutshof werden…