Mit einem Nachwort von Sharon Dodua Otoo. Aus dem Englischen von Muna AnNisa Aikins, Mirjam Nuenning, Hans Jürgen Balmes. Warsan Shires Texte für Beyoncé machten sie zum Star. Sie erzählen von Vertreibung, Gewalt und Diskriminierung. Der eigene Körper wird zum Instrument einer sinnlichen, poetisch direkten Sprache, die ruft und schreit und der Leser*in ins Ohr flüstert. Um einen Ausweg zu finden, zeichnet sie auf ihre Haut Landkarten. Doch Vorsicht: wo Licht ist, lauert Feuer …
Warsan Shires Gedichte sind "unerhört. Eindringlich. Voller rhetorischem Überschuss", schreibt Marie Luise Knott in ihrer hymnischen Besprechung der gerade zugleich in Deutschland und Großbritannien erschienenen Ausgabe. Die britisch-somalische Dichterin erzählt von Bürgerkrieg, Bulimie und Mädchenbeschneidungen, von Überfällen durch Soldaten und Vergewaltigungen, oft in "rauem und verzweifeltem" Ton, vor allem aber ungeschönt. Mehr noch: Shires Bildern attestiert Knott eine physische Wucht, direkt, mitunter pathetisch. Insbesondere aber gebe sie Geflüchteten und Migrantinnen nicht nur eine Stimme, sondern ein "Zuhause in der Sprache", schreibt Knott und zitiert: "Niemand verlässt sein Zuhause, es sei denn, Zuhause ist das Maul eines Haifischs." Die deutsche Übersetzung kann das Feuer und die "poetische Verwandlungskraft" der Verse nicht ganz einfangen, gut, dass der Band zweisprachig ist, schließt die Rezensentin.
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