Die Verbände als Repräsentanten gesellschaftlicher Partikularinteressen sind seit langem ein zentrales Thema der Staatslehre. Auch wenn sie als unverzichtbare Elemente einer pluralistischen Demokratie allgemein anerkannt werden, so galten sie doch vielen auch als Bedrohung der staatlichen Autorität und als Störfaktoren im politischen Willensbildungsprozess einer repräsentativen Demokratie. Für Unternehmerverbände trifft dies in besonderem Maße zu. Vor diesem Hintergrund konfrontiert der Band zum einen die gängige Verbändekritik mit den neuesten Forschungsergebnissen zu den Unternehmerverbänden in Deutschland und verbindet dabei geschichtswissenschaftliche und politikwissenschaftliche Untersuchungsperspektiven. Gleichzeitig gibt er einen Einblick in die aktuelle Verbändediskussion, die in jüngster Zeit aufgrund der politischen Debatte um ein "Bündnis für Arbeit" neuen Auftrieb erhalten hat. Die Beiträge gehen zurück auf eine Tagung, die der Bundesverband der Deutschen Industrie gemeinsam mit dem Lehrstuhl für Politische Wissenschaft der TU München veranstaltete.
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