Efeu - Die Kulturrundschau - Archiv

Design und Mode

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Efeu - Die Kulturrundschau vom 31.07.2015 - Design


Aus der Serie "There is a place in hell for me and my friends" von Pieter Hugo. Fotos: Pieter Hugo / Galerie Stevenson

In der NZZ denkt Kerstin Stremmel über Photoshop und die Realität der Bilder nach. Zwar haben Künstler schon immer retuschiert, aber im digitalen Zeitalter führt diese Kunst zu völlig irrealen Ergebnissen. Nur wenige nutzen Photoshop wirklich kreativ, so Stremmel, die als Beispiel die Serie "There is a Place in Hell for Me and My Friends" des südafrikanischen Fotografen Pieter Hugo nennt. Sie "besteht aus digitalen, meist frontalen Farbfotografien von Freunden und Bekannten, auf denen Hugo die Farbkanäle manipuliert und in Grauwerte übersetzt hat, so dass die Pigmentierung der Haut und Hautschäden sichtbar werden. Abgesehen davon, dass man sofort beschließt, ab jetzt immer Sunblocker beim Verlassen des Hauses aufzutragen, da die mit medizinischer Präzision hervorgehobenen Makel der Haut etwas Verstörendes haben, ist diese Serie auch der Versuch, die Oberfläche der Haut, die Hautfarbe, die man sonst sofort als Merkmal wahrnimmt, zu ignorieren, tiefer zu gehen und Schwarz und Weiß als obsolete Kategorien zu entlarven."

Bei Fashionista erklärt Alyssa Vingan, warum sie nicht besonders traurig ist, dass Modedesigner Alexander Wang Balenciaga verlässt: "During the short time that Wang has been at Balenciaga, he"s produced beautiful clothes and striking ad campaigns, as well as some truly memorable red carpet moments and even a new "It" bag - the "Le Dix." But the energy he brings to his own label never quite seemed to be there."

Efeu - Die Kulturrundschau vom 29.07.2015 - Design


Backstage at the graduate show. Photo: Danit Peleg


Bei Fashionista stellt Dhani Mau eine Kollektion der israelischen Modestudentin Danit Peleg vor, die aus dem 3D-Drucker kommt und äußerst tragbar sein soll: "Peleg"s first challenge - and the main reason why there is so little 3-D printed clothing - was that the materials most commonly used in 3-D printers tend to be very stiff. She eventually discovered FilaFlex, a new filament that is softer and more malleable. She began by creating her pattern on Optitex, a fashion design software, then transferring it to Blender, a 3-D graphic design software. She was able to print sheets of lace-like "textiles," which she then glued together to create the final pieces. The end result looks much less crafty than it sounds - granted, it took her a full nine months."
Stichwörter: 3D-Drucker, Fashion

Efeu - Die Kulturrundschau vom 28.07.2015 - Design

Sandra Hofmeister besucht für die NZZ die "Design Parade" in der Villa Noailles im südfranzösischen Hyères. Hierher werden junge Künstler zum freien Experimentieren eingeladen, was wunderbare Ergebnisse zu zeitigen scheint: "Samy Rio hat vor kurzem sein Design-Studium an der Ensci - Les Ateliers in Paris abgeschlossen und nun mit seiner Diplomarbeit in Hyère den Hauptpreis gewonnen. Seine Recherche zum Werkstoff Bambus hat es in sich: Zunächst untersuchte Rio, inwiefern die Pflanze geeignet ist, Kunststoff zu ersetzen. Mit CNC-Fräsen entstanden aus den unregelmässigen Bambusrohren millimetergenaue Einzelteile, deren Einsatzmöglichkeiten unendlich schienen. Als Fallbeispiele griff der junge französische Gestalter dann zwei Entwicklungsmöglichkeiten heraus. Er kombinierte das Material mit Kunststoff und Hightech-Elektronik zu Bluetooth-Lautsprechern und Haartrocknern." (Foto: Lautsprecher von Samy Rio)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 27.07.2015 - Design

Die QueerFashion-Bloggerin Hengameh Yaghoobifarah bietet in der taz einen kleinen Überblick über die Szene der vornehmlich amerikanischen "Fatshion"-Blogs, die mit viel Selbstbewusstsein und Lebensfreude tradierte Schönheitsideale in Frage stellen: Die Wort-Neuschöpfung "Fatshion" löse "den Begriff der "Plus Size Fashion", also der Übergrößenmode, ab. Man fragt sich schließlich: Über welcher Größe? Und warum gibt es keine Untergrößen? ... Modeblogs [hatten] noch vor ihrer Überkommerzialisierung ein hohes Subversionspotenzial, weil sie sich von der elitären Modebranche abgrenzten. Diese dekonstruierende Komponente bleibt nur noch Fatshion-Blogs oder Blogs, die sich auf andere Art mit Körperpolitik auseinandersetzen."

Besprochen werden die Ausstellung "Fast Fashion" im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg (FAZ) und eine New Yorker Ausstellung zum Siegeszug der Turnschuh-Kultur (Welt).

Efeu - Die Kulturrundschau vom 22.07.2015 - Design

Im Hint Magazine stellt Chris Nelson die ukrainische Modedesignerin Irina Dzhus vor, die ein fantastisches Händchen für konzeptuelle Schnitte hat: "For her fall 2015 collection, called Totalitarium, Dzhul took her cues from the authoritarian regimes of the early 20th century, particularly their working-class propaganda and stoic monuments. The silhouettes are both historical and modern, while the rare detail, like geometrical pleats, interpret architectural elements of Constructivism. All the pieces are made of authentic worker cottons and wools in a strict grayscale palette."
Stichwörter: Ukraine, Dzhus, Irina

Efeu - Die Kulturrundschau vom 21.07.2015 - Design

Besprochen wird die Kostas-Murkudis-Ausstellung im MMK2 in Frankfurt (FR).

Stichwörter: Murkudis, Kostas

Efeu - Die Kulturrundschau vom 18.07.2015 - Design

Bei der Kostas Murkudis gewidmeten Schau im MMK2 in Frankfurt gewinnt Niklas Maak (FAZ) dem Werk des Modemachers ganz neue Facetten ab: Dass dessen Arbeiten minimalistisch seien, trifft es seiner Ansicht nach nicht ganz. "Sie sind eher maximalistisch in dem Sinne, dass sie aus einem Material, einer Form ein Maximum an haptischen und optischen Effekten herauszuholen versuchen und phantastische, hybride Zwitterwesen schaffen. Da wird etwa Lammfell mit Nylon durchwirkt und Seide mit Latex versiegelt, um sie an den Kanten schnittfest zu machen. Ein Film wird gezeigt, in dem die Kamera über ein Kleid gleitet, dessen Saum durch üppigen Materialeinsatz plötzlich eine reliefartige Tiefe und Materialität bekommt."

"Ausgesprochen sehenswert" sei die Sneaker-Ausstellung im Brooklyn Museum, meint Sebastian Moll in der Berliner Zeitung.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 11.07.2015 - Design

"Tragbare Kunst" nennen Viktor & Rolf ihre neue Haute Couture Kollektion. Das ist wörtlich zu verstehen: Die Kleider bestanden aus unbemalten und bemalten Leinwänden samt Bilderrahmen, die die beiden Couturiers auf dem Laufsteg um die Models drapierten:



Weiteres: Für die FR begeht Christian Thomas eine Ausstellung des Frankfurter DAM mit Galina Balaschowas Entwürfen für die Interieurs sowjetischer Raumstationen und -kapseln. Mitunter erlebt er dabei "die Raumfahrt als religiös motiviertes Sendungsbewusstsein". Bereits im Januar hatte sich Jana Simon für das ZeitMagazin mit Balaschowa über deren Arbeiten unterhalten.

Efeu - Die Kulturrundschau vom 07.07.2015 - Design

Wer einen deutschen Designer aus der Nachkriegszeit jenseits "professionell serviler Coolness" entdecken will, dem empfiehlt Bettina Maria Brosowsky in der NZZ eine Ausstellung des Werks von Walter Papst (1924-2008) in Hannover. (Bild: dreibeiniger Holzstuhl von Walter Papst)

Efeu - Die Kulturrundschau vom 03.07.2015 - Design

Dagny Lüdemann hat für das ZeitMagazin die Gaultier-Ausstellung in Paris besucht, die ab Herbst auch in München zu sehen sein wird.
Stichwörter: Gaultier, Jean-Paul