
Demnächst lebt nicht nur Ihr Joghurt, sondern auch Ihre Kleidung.
Dezeen führt zwei Wissenschaftlerinnen / Designerinnen vor, die
biologisch arbeiten. Da ist einmal
Suzanne Lee von
BioCouture. Sie
stellt Kleidung aus Biomaterial her: ""Das Verfahren, das ich erforsche um Kleidung herzustellen, besteht aus einem symbiotischen Mix aus Hefe und Bakterien", erklärt sie. "Es ist ein Gärungsverfahren, das bakterielle Zellulose produziert. Das Ergebnis ist eine Art
Leder aus Gemüse." ... Für die Zukunft glaubt Lee dass Kleidungsmaterialien selbst lebende Organismen sein könnten. "Zur Zeit haben wir lebende Organismen, die das Material für uns produzieren, aber dann werden diese Organismen getötet und das Material existiert einfach, wie alles andere", sagt sie. "Aber ich kann mir vorstellen, dass wir uns zu einem Material hin bewegen, das
selbst lebt, während es getragen wird und eine unmittelbare Beziehung zum ganzen Körper hat, in einer Art
glücklicher mikrobiomen Umgebung und vielleicht die Körperoberfläche behandelt und hegt und so ein Teil unseres Wohlbefindens wird." Toll, allein die Horrorfilme, die man daraus machen könnte. Die
blutsaufende Bomberjacke von Boston! (
Bild: BioBomberjacke von BioCouture)

Die Designerin / Materialforscherin
Shamees Aden hat zusammen mit dem dänischen Chemiker
Michael Hanczyc ein Verfahren
entwickelt, mit dem man
Schuhe aus Protozellen herstellen kann: "Der Amöbenlaufschuh von Aden benutzt die Fähigkeit von Protozellen,
auf Druck zu reagieren und Luft einzusaugen und abzulassen je nach der Beschaffenheit des Bodens, auf dem der Träger läuft. Die Protozellen, die eine begrenzte Lebensdauer haben, würden nach jedem Lauf aufgefüllt, erklärt Aden. "Ihre Schuhschachtel wäre ein Gefäß, das die Protozellenflüssigkeit aufbewahrt. Sie könnten die Flüssigkeit in der
erwünschten Farbe kaufen, sie einfüllen und während der Schuh sich regeneriert, würden die Farben herauskommen." Aden rechnet allerdings mit einer Produktion nicht vor 2050.